Aus der PraxisMeldung

82 % der Firmen melden Zahlungsverzug – Höchstwert seit 2019

82 % der befragten Firmen waren laut Coface-Studie im September 2026 von Zahlungsverzögerungen betroffen, berichtet die Unternehmeredition am 2. Oktober 2026.

Von Bettina Harlander, Redaktion Unternehmerpuls: Steuern, Recht, Förderung, Personal, Finanzierung

82 % der Firmen melden Zahlungsverzug – Höchstwert seit 2019
Symbolbild: Unternehmerpuls (KI-generiert)

Zahlungsmoral sinkt trotz Wachstum

Der Einkaufsmanagerindex der deutschen Industrie lag im September 2026 bei 53,9 Punkten und damit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, berichtet die Unternehmeredition. Gleichzeitig waren laut einer Coface-Studie 82 % der befragten Firmen von Zahlungsverzögerungen betroffen – der höchste Wert seit 2019.

Die Auftragseingänge stiegen im September den vierten Monat in Folge, am stärksten im Investitionsgütersektor. Die Zahlungsmoral verschlechterte sich: Im Maschinenbau berichteten 92 % der Unternehmen von verspäteten Zahlungen, in der Pharma- und Chemiebranche 90 %, in der Automobilindustrie 89 %.

Die durchschnittliche Zahlungsfrist sank 2026 von 32,5 Tagen auf 30,6 Tage, das niedrigste Niveau seit 2017. Der Anteil von Forderungen mit Verzug über sechs Monaten am Jahresumsatz stieg von 12 % auf 15 %.

Was das für Unternehmer heißt

Wer Aufträge schreibt, rechnet mit längeren Zahlungsausfällen. Kürzere Zahlungsfristen bringen kein schnelleres Geld, wenn die Kunden später zahlen. Besonders betroffen: Maschinenbau, Chemie und Automotive. Wer in diesen Branchen liefert, kalkuliert die Verzögerung ein oder sichert Forderungen ab.

Quelle

Laut Unternehmerpuls

„82 % der befragten Firmen waren laut Coface-Studie im September 2026 von Zahlungsverzögerungen betroffen, berichtet die Unternehmeredition am 2. Oktober 2026.“

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