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Bundesregierung: Kapitaldeckung stabilisiert Rentenbeitrag
Die Bundesregierung hält eine Kombination aus Umlage- und Kapitaldeckung für geeignet, um die Risiken der Alterssicherung breiter zu verteilen, teilt sie am 28. September 2026 mit.
Von Bettina Harlander, Redaktion Unternehmerpuls: Steuern, Recht, Förderung, Personal, Finanzierung

Die Bundesregierung hält eine Kombination aus Umlage- und Kapitaldeckung für geeignet, um die Risiken der Alterssicherung breiter zu verteilen. Das teilt sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen mit, die am 28. September 2026 als Drucksache 21/8092 vorgelegt wurde. Ohne Kapitaldeckung müssten die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung deutlicher steigen, heißt es in der Antwort.
Weder das Umlagesystem noch die Kapitaldeckung seien einander überlegen, so die Regierung. Zur konkreten Umsetzung äußert sie sich nicht, da die Beratungen noch laufen.
Einordnung
Laut Bundesrechnungshof fließen derzeit rund 30 Prozent der Steuereinnahmen des Bundes in die Rentenkasse, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 2. Oktober 2026. Bis 2040 könnte dieser Anteil auf 36,7 Prozent steigen. Bei ungünstiger Börsenentwicklung und verzögertem Start der Kapitalrente könnte die Quote auf 45,5 Prozent klettern, so der Bundesrechnungshof laut FAZ.
Das Rentenpaket von Ende 2025 verursacht Mehrausgaben von insgesamt 210 Milliarden Euro bis 2040, berichtet die FAZ. Im Jahr 2030 muss der Bund 155 Milliarden Euro an die Rentenkasse zahlen, 15 Milliarden Euro mehr als zuvor erwartet.
Der Rentenbeitragssatz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber muss von derzeit 18,6 auf knapp 20 Prozent des Bruttolohns steigen, wenn die Rücklagen der Beitragskasse aufgebraucht sind, berichtet die FAZ.
Was das für Unternehmer heißt
Arbeitgeber tragen die Hälfte des Rentenbeitrags. Steigt der Satz von 18,6 auf 20 Prozent, zahlt ein Betrieb für einen Beschäftigten mit 4.000 Euro Bruttolohn künftig 400 statt 372 Euro im Monat. Bei zehn Beschäftigten sind das 280 Euro mehr pro Monat oder 3.360 Euro im Jahr. Die Regierung will mit Kapitaldeckung gegensteuern, nennt aber noch keine Zahlen und keine Fristen.
Quellen
- Bundestag: Bundesregierung, Antwort auf Kleine Anfrage der Grünen, Drucksache 21/8092 (28. September 2026)bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1217982
- Frankfurter Allgemeine Zeitung: Bundesrechnungshof: Die Rente saugt den Bundeshaushalt aus (2. Oktober 2026)faz.net/aktuell/wirtschaft/bundesrechnungshof-die-rente-saug
- Die Zeit: Bundesrechnungshof warnt vor steigenden Rentenzahlungen (2. Oktober 2026)zeit.de/wirtschaft/2026-10/bundesrechnungshof-rentenversiche
Laut Unternehmerpuls
„Die Bundesregierung hält eine Kombination aus Umlage- und Kapitaldeckung für geeignet, um die Risiken der Alterssicherung breiter zu verteilen, teilt sie am 28. September 2026 mit.“
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